Altersteilzeit (ATZ)

Für die Angestellten der Daimler AG werden derzeit folgende Zugangsmodelle angeboten:

  • Zugangsmodell 1: Beginnt frühestens mit Ende des 57. Lebensjahres; die Gesamtdauer (aktiv, passiv) darf 1 Jahr nicht unter- und 6 Jahre nicht überschreiten. Nach Ende der Altersteilzeit muss Anspruch auf Rente für langjährig Versicherte (35Jahre) bestehen, mit entsprechenden Abschlägen. Das Ende der Altersteilzeit ist definitiv das 63. Lebensjahr.
  • Zugangsmodell 2: Gilt für besonders langjährig Versicherte (45Jahre) oder Schwerbehinderte (35 Jahre). Nach Abschluss der passiven Phase muss der Beschäftigte abschlagsfrei in Rente gehen können. Die Gesamtdauer (aktiv, passiv) darf 1 Jahre nicht unter- und 6 Jahre nicht überschreiten. Das Ende der Altersteilzeit kann auf die Erreichung der 45 Beschäftigungsjahre ausgedehnt werden, wenn das Datum bis zum 65. Lebensjahr erreicht wird.

Bei der Ausgestaltung werden derzeit 3 unterschiedliche Optionen angeboten:

  • Das Blockmodell (mit überwiegender Mehrheit): Die Beschäftigten teilen Ihre Altersteilzeit zu gleichen Teilen in eine aktive und eine passive Phase auf. Anspruch auf Einmalzahlungen werden nur in der aktiven Phase gewährt. Bei unterjährigem Wechsel von der aktiven in die passive Phase werden die Leistungen jeweils zeitanteilig gewährt.
  • Das unverblockte Modell (linear): Die Beschäftigen sind während der gesamten Altersteilzeit im Betrieb, jedoch mit 50% Ihrer Arbeitszeit. Einmalzahlungen werden entsprechend reduziert. Wird nur angeboten/bewilligt, wenn betriebliche Abläufe dies ermöglichen und der Vorgesetzte zugestimmt hat.
  • Das gleitende Modell (degressiv): Die Beschäftigten reduzieren Ihre Arbeitszeit in unterschiedlichen Stufen. Dabei werden 2 unterschiedliche Zeitmodelle mit jeweils 6 Stufen angeboten. Im Zeitmodell 1 sind die Beschäftigten im Verhältnis 100:75:75:50:00:00, im Zeitmodell 2 sind es 80:60:60:60:40:00 im Betrieb. Einmalzahlungen werden entsprechend reduziert. Wird nur angeboten/bewilligt, wenn betriebliche Abläufe dies ermöglichen und der Vorgesetzte zugestimmt hat.

Das Gleitzeitkonto muss am Ende der aktiven Phase ausgeglichen sein, da eine Auszahlung der Überstunden in der Altersteilzeit nicht möglich ist. Grund ist die Hinzuverdienstgrenze von derzeit 450,- € maximal. Zeitguthaben verfallen, wenn sie nicht genommen werden.

Langzeitkonten dürfen während der Altersteilzeit nicht aufgebaut werden. Die Stunden aus dem Langzeitkonto müssen in der aktiven Phase genommen werden. Wenn sie nicht genommen werden, verfallen sie.

Mehrarbeitszeit ist theoretisch möglich, wird aber in der Praxis nicht durchgeführt. Grund ist die Hinzuverdienstgrenze von derzeit 450,- € maximal.

Betriebsrente: Die Betriebsrente wird während der Altersteilzeit weitergeführt, jedoch nicht in vollem Umfang. Nach dem Ende der passiven Phase haben Beschäftigte einen Anspruch auf ihre Betriebsrente.

Gesetzliche Rente: Das Unternehmen entrichtet Rentenbeiträge bis insgesamt 95% des bisherigen Entgelts, sowohl in der aktiven als auch passiven Phase.

Unser Ansprechpartner für Sie ist Udo Keidel.